150 Millionen-Schadenersatz-Forderung der Bahn

Pressemitteilung von Kerstin-Täubner Benicke zum Scheitern der Mediation

Wie nach dem Scheitern der Mediation bereits vorausgesehen und auch von den Grünen prophezeit tritt nun das Worst-Case-Szenario ein. Die DB hat die Hinhaltetaktik der Stadtspitze satt und geht nun in die Offensive.

Die exorbitant hohe Forderungssumme lässt sich aus dem ursprünglich geplanten Volumen des Jahrhundertprojekts Seeanbindung erklären. Trotz gegenteiliger Beschlüsse des Stadtrats hat die Stadt Starnberg der Bahn nicht signalisiert, dass man weiterhin an einer Umsetzung des Bahnvertrages interessiert ist. Der Stadt droht ein finanzielles und städtebauliches Desaster. Statt eines attraktiven und zukunftsfähigen Bahnhofsareals bekommt die Stadt kaum Gestaltungsspielraum beim Umbau des Bahnhofs.

„Es muss uns klar sein: bei einer Klage wird es immer auf einen Vergleich herauslaufen, und selbst wenn es gelingen würde, die Schadenersatzsumme herunterzusetzen, wäre unnötigerweise Geld verbrannt ohne eine adäquate Gegenleistung.“, sagt Kerstin Täubner-Benicke, Bürgermeisterkandidatin der Grünen.

Dieser Sichtweise schließt sich die grüne Stadträtin und Landratskandidatin Martina Neubauer an. Sie sagt: „Eigentlich hätte Starnberg mit der Seeanbindung den ganz großen Wurf schaffen können. Einen attraktiven, barrierefreien Bahnhof mit Zukunftsperspektive. Auf dieses „Weihnachtsgeschenk“ hätten wir gerne verzichtet.“

„Schnellstmöglich müssen die Gespräche wieder aufgenommen werden und die Fortschritte und Planungen der Mediation umgesetzt werden. Das wäre meine erste Amtshandlung“.

Kerstin Täubner-Benicke

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