Kerstin Täubner-Benicke vor dem Starnberger Rathaus

Kerstin Täubner-Benicke: "Was spricht eigentlich gegen Inklusion? Ich finde: nichts"

Inklusion in Starnberg

In einer inklusiven Gesellschaft gehören alle Menschen dazu, alle sind in die Gemeinschaft einbezogen und niemand soll an den Rand gedrängt werden.

Schon die Kategorisierung von Menschen in Gruppen wie Menschen mit Behinderung, Ausländer, Geflüchtete, Roma, Arme, Alte, Alleinerziehende, Wohnsitzlose, Schwule und Lesben … trägt in sich die Gefahr einer Diskriminierung und muss überwunden werden.

Aber natürlich gilt unser Augenmerk diesen Gruppen, da sie eines besonderen Schutzes oder Förderung bedürfen.

Das Thema Inklusion geht also alle an, auch Menschen ohne Einschränkungen oder besonderen Förderbedarf an, weil alle mitwirken sollen.

In Zusammenarbeit mit den Betroffenen wollen wir die öffentlichen Gebäude überprüfen, ob sie den Anforderungen an Barrierefreiheit entsprechen: z.B. mit Induktionsschleifen, Blindenschrift und Blindenleitsysteme, oder auch die Homepage in leichter Sprache.

Und alle profitieren: nicht nur von den abgesenkten Bordsteinen, denn unser Zusammenleben wird gerechter, solidarischer, menschlicher.

Was spricht eigentlich gegen Inklusion? Ich finde: nichts, außer die Bretter vor den Köpfen.

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